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Self-Publishing: Schritte, Plattformen, Tipps

Von Bookeen TeamSelf-Publishing

Self-Publishing Schritt für Schritt: vom lektorierten Manuskript bis zum Launch, Self-Publishing gegen traditionelles Verlagswesen und Plattformen im Vergleich.

Umschlag: Self-Publishing: Schritte, Plattformen, Tipps

Beim Self-Publishing bringst du dein Buch selbst heraus: Du stellst das Manuskript fertig und lässt es lektorieren, formatierst es für Druck und eBook, gestaltest ein Cover, legst ein Angebot auf einer oder mehreren Vertriebsplattformen an, setzt den Preis und startest den Verkauf selbst. Self-Publishing bedeutet, dass die Autorin oder der Autor Lektorat, Design, Vertrieb und Werbung übernimmt und dafür das Urheberrecht behält und den Preis selbst bestimmt. Dieser Leitfaden zeigt in neun Schritten, wie du ein Buch im Self-Publishing veröffentlichst, wie sich Self-Publishing vom traditionellen Verlagswesen unterscheidet und wie sich die wichtigsten Plattformen unterscheiden, damit du schon vor dem Hochladen entscheidest, wo du veröffentlichst.

Er richtet sich an Autorinnen und Autoren, die ihr erstes Buch schreiben und ein Manuskript oder fast fertiges Manuskript haben und eine klare Reihenfolge der Arbeit wollen: was bei jedem Schritt entsteht, was du selbst erledigen kannst, wofür sich die Bezahlung von jemand anderem lohnt und welche Entscheidungen sich später kaum rückgängig machen lassen, etwa eine ISBN oder eine Exklusivvereinbarung für ein eBook.

Gebühren, Tantiemenregeln und Richtlinien dieser Plattformen ändern sich häufig. Jede Plattform-Angabe in diesem Artikel wurde anhand der Seiten der jeweiligen Plattform geprüft, direkt neben der Angabe verlinkt, und ist auf dem Stand von Oktober 2026. Prüfe die verlinkte Seite erneut, bevor du Geld oder Exklusivität festlegst.

Was ist Self-Publishing?

Self-Publishing bedeutet, ein Buch ohne traditionellen Verlag zu veröffentlichen: Du als Autorin oder Autor entscheidest, was veröffentlicht wird, wann, zu welchem Preis und wo. Du bezahlst die Arbeit, die normalerweise ein Verlag übernimmt, oder machst sie selbst, und du erhältst einen Anteil an jedem Verkauf direkt vom Händler oder Drucker. Amazon KDP sagt es klar: Dort kannst du eBooks, Taschenbücher und Hardcover kostenlos selbst veröffentlichen, und mit der Veröffentlichung dort behältst du alle Rechte an deinem Buch.

Das Urheberrecht schützt keine Fakten, Ideen, Systeme oder Betriebsmethoden, obwohl es die Art und Weise schützen kann, wie diese Dinge ausgedrückt werden.

— U.S. Copyright Office, Copyright FAQ: What does copyright protect?, aus dem Englischen übersetzt

Drei Modelle werden oft verwechselt, und der Unterschied ist wichtig:

  • Self-Publishing: Du behältst die Rechte, lädst deine eigenen Dateien bei Handels- und Vertriebsplattformen hoch, und die Plattformen verdienen über einen Anteil an jedem Verkauf oder über die Druckkosten.
  • Traditionelles Verlagswesen: Ein Verlag lizenziert genau festgelegte Rechte von dir, bezahlt Produktion und Vertrieb und zahlt dir Tantiemen, meist gegen einen Vorschuss.
  • Vanity-Verlag oder bezahlte „Publishing-Pakete“: Ein Unternehmen verlangt eine hohe Vorabgebühr, um dein Buch zu produzieren und zu „veröffentlichen“. Du trägst das finanzielle Risiko, und das Unternehmen verdient sein Geld mit dir statt mit Leserinnen und Lesern.

Ein Vanity-Verlag ist nicht dasselbe wie die Beauftragung freiberuflicher Dienstleister. Wenn du selbst eine Lektorin und einen Cover-Designer beauftragst und die Dateien selbst hochlädst, betreibst du weiterhin Self-Publishing. Die Warnzeichen sind andere: ein Paketpreis, den du zahlen musst, bevor überhaupt etwas passiert; ein Verlagsname oder eine ISBN, die du nicht mitnehmen kannst; Druck, einen Bestand eigener Exemplare zu kaufen; und ausweichende Antworten darauf, welche Shops das Buch tatsächlich listen.

Stelle jedem Unternehmen, das anbietet, dein Buch zu veröffentlichen, drei Fragen. Wem gehören die Rechte, wenn ich gehe? Wessen Name steht auf der ISBN, und kann ich meine Dateien woandershin mitnehmen? Wird das Unternehmen über Käufe der Leserinnen und Leser bezahlt oder über meine Paketgebühr? Wenn die Antworten „Ich behalte die Rechte“, „meiner“ und „Käufe der Leser“ lauten, hast du eine Plattform vor dir. Wenn du keine klare Antwort bekommst, behalte dein Geld.

Self-Publishing vs. traditionelles Verlagswesen

Self-Publishing und traditionelles Verlagswesen im Vergleich bei Rechten, Tantiemen, Kosten, Kontrolle und Geschwindigkeit (Self-Publishing vs Traditional Publishing)

Self-Publishing gegen traditionelles Verlagswesen ist ein Tausch von Kontrolle gegen Unterstützung. Self-Publishing gibt dir die Rechte, den Zeitplan und einen deutlich größeren Anteil an jedem Verkauf, aber du finanzierst die Arbeit und übernimmst das Marketing. Das traditionelle Verlagswesen gibt dir einen Vorschuss, ein Lektoratsteam und einen Weg in Buchhandlungen, aber du gibst Kontrolle ab und wartest darauf, dass ein Verlag Ja sagt.

Self-PublishingTraditionelles Verlagswesen
RechteDu behältst alle Rechte und lizenzierst Dateien an PlattformenDu lizenzierst genau festgelegte Rechte per Vertrag an den Verlag
TantiemenDer Satz der Plattform, etwa 35% oder 70% bei KDP-eBooksEin kleiner Anteil am Listenpreis oder an den Nettoeinnahmen, oft gegen einen Vorschuss
VorabkostenDu bezahlst Lektorat, Cover und eine eventuelle ISBNDer Verlag bezahlt die Produktionskosten
KontrolleDu wählst Titel, Cover, Preis, Kategorien und ErscheinungsdatumDer Verlag hat bei den meisten Entscheidungen das letzte Wort
Zeit bis zur MarktreifeTage, nachdem deine Dateien fertig sindVom Kalender des Verlags bestimmt
Physische BuchhandlungenÜber den Druckvertrieb möglich, aber ein Platz im Regal ist nicht garantiertEinfacher, weil der Verlag an Buchhandlungen verkauft
MarketingDu bist verantwortlichDer Verlag hilft, und die Autorinnen und Autoren machen trotzdem viel selbst

In der Zeile zu den Tantiemen zeigt sich der Unterschied. Bei KDP-eBooks liegt der Satz je nach Preis und Gebiet bei 35% oder 70%. Bei Taschenbüchern, die über Amazon verkauft werden, sind es 50% oder 60% des Listenpreises abzüglich der Druckkosten. Der Mustervertrag für Handelssachbücher der Authors Guild beschreibt typische Bedingungen des traditionellen Verlagswesens mit 10% des Listenpreises bei den ersten 5.000 Hardcover-Exemplaren (steigend auf 12,5% und dann 15%), 7,5% bei Trade Paperbacks und 25% an den Nettoeinnahmen des Verlags bei eBooks. Das sind Musterbedingungen einer Interessenvertretung für Autorinnen und Autoren, und echte Verträge weichen ab, lies also die Vereinbarung, die man dir anbietet.

Ein höherer Prozentsatz bedeutet nicht mehr Geld. Ein traditioneller Verlag kann ein Buch vor Käufer bringen, die ein Self-Publisher, der sein erstes Buch veröffentlicht, nicht erreicht, und er bezahlt die Produktionsrechnungen. Eine Self-Publisherin mit kleinem Publikum und einer starken Nische kann pro Verkauf mehr verdienen und trotzdem insgesamt weniger Bücher verkaufen.

Self-Publishing passt tendenziell zu:

  • Nischen-Sachbüchern, Ratgebern, Arbeitsbüchern und Lead Magnets, bei denen du die Leserschaft schon kennst.
  • Fiktionsreihen, bei denen Leserinnen und Leser von Buch zu Buch wechseln und schnelle Veröffentlichungen helfen.
  • Autorinnen und Autoren, die Kontrolle über Cover, Preis und Erscheinungsdatum wollen oder bereits ein Publikum haben.

Traditionelles Verlagswesen passt tendenziell zu:

  • Literarischer Fiktion, erzählendem Sachbuch und Bilderbüchern für Kinder, bei denen die Präsenz in Buchhandlungen und Bibliotheken der wichtigste Weg zur Leserschaft ist.
  • Autorinnen und Autoren, die einen Vorschuss und das Marketingteam eines Verlags wollen und bereit sind, Agenturen anzuschreiben und zu warten.

Du bist nicht auf einen Weg festgelegt. Viele Autorinnen und Autoren veröffentlichen manche Bücher im Self-Publishing und verkaufen andere an Verlage.

Ein Buch im Self-Publishing in neun Schritten veröffentlichen

Hier ist der ganze Weg auf einen Blick. Jeder Schritt bekommt weiter unten einen eigenen Abschnitt.

  1. Stelle das Manuskript fertig. Ein vollständiger, überarbeiteter Entwurf, keine Gliederung.
  2. Lass es lektorieren. Mindestens ein Korrektorat und ein Korrekturlesen.
  3. Formatiere das Buchinnere. Ein EPUB für eBooks und eine druckfertige PDF für Taschenbücher.
  4. Gestalte das Cover. Ein Frontcover für eBooks, ein vollständiger Umschlag mit Buchrücken für den Druck.
  5. Kläre ISBN und Verlagsnamen. Kostenlose Plattform-ISBN oder eine eigene.
  6. Schreibe die Metadaten. Titel, Untertitel, Beschreibung, Schlagwörter und Kategorien.
  7. Wähle deine Plattformen. Ein Shop oder mehrere.
  8. Lege deine Preise fest. eBook und Druck, jeweils pro Markt.
  9. Veröffentliche und starte. Bestelle ein Prüfexemplar, drücke auf Veröffentlichen und informiere dann die Leserschaft.

Die Schritte 1 bis 4 erzeugen die Dateien. Die Schritte 5 und 6 erzeugen das Angebot. Die Schritte 7 bis 9 bringen das Buch in den Verkauf. Die meisten Verzögerungen entstehen, wenn ein früher Schritt übersprungen wird, etwa das Hochladen, bevor das Manuskript lektoriert wurde, und die späteren Schritte dann wiederholt werden müssen.

Ein Buch im Self-Publishing: Schritt für Schritt

Ein Buch selbst veröffentlichen als Aufgabenbrett in neun Schritten vom Schreiben bis zum Launch

Ein Buch selbst veröffentlichen ist als Aufgabenbrett leichter zu steuern als als ein einziges großes Projekt. Für jeden Schritt unten erfährst du, was entsteht, ob du es selbst machst oder jemanden beauftragst und welchen Fehler du vermeiden solltest.

1. Stelle das Manuskript fertig

Erstelle einen vollständigen Entwurf, den du mindestens einmal überarbeitet hast. Dieser Schritt ist fast immer deine eigene Arbeit, denn nur du kennst das Buch, das du schreiben willst. Unser Leitfaden Wie du ein Buch schreibst behandelt den Schreibprozess. Wenn du unsicher bist, wie lang das Buch sein sollte, zeigt dir der Word Counter deine Wortzahl, und wie viele Wörter ein Roman hat nennt typische Längen nach Genre. Der häufige Fehler ist, einen ersten Entwurf für fertig zu erklären. Lege ihn eine Woche weg und überarbeite ihn, bevor ihn jemand anderes sieht.

2. Lass es lektorieren

Erstelle ein Manuskript, das eine fremde Person ohne Stolpern lesen kann. Du kannst selbst eine Überarbeitungsrunde machen und Grammatikwerkzeuge nutzen, aber beauftrage eine menschliche Lektorin oder einen Lektor, wenn das Budget es zulässt. Ein inhaltliches Lektorat korrigiert die Struktur, ein Korrektorat korrigiert Sätze und Konsistenz, und ein Korrekturlesen fängt die letzten Tippfehler nach dem Formatieren ab. Der häufige Fehler ist, für ein Korrekturlesen zu bezahlen, während die Struktur noch Arbeit braucht.

3. Formatiere das Buchinnere

Erstelle zwei Dateien: ein reflowfähiges EPUB für eBooks und eine Druck-PDF im gewählten Buchformat, mit Rändern, Seitenzahlen und dem richtigen Bundsteg. Das kannst du selbst mit Werkzeugen wie Kindle Create, Atticus oder Vellum oder mit einer Word-Vorlage machen und eine Formatierungskraft beauftragen, wenn das Layout komplex ist. Die Seite druckfertige PDF erklärt, was eine Druckdatei enthält. Der häufige Fehler ist, ein Word-Dokument direkt als PDF zu exportieren und anzunehmen, es sei druckfertig.

4. Gestalte das Cover

Erstelle ein Frontcover für eBooks und für den Druck einen vollständigen Umschlag mit Rückseite, Buchrücken und Beschnitt. Eine Designerin oder ein Designer lohnt sich, wenn du es dir leisten kannst, denn das Cover ist das Erste, was die Leserschaft beurteilt. Wenn du es selbst in einem Werkzeug wie Canva gestaltest, halte dich genau an die Vorlage der Plattform. Print-Cover hängen von der endgültigen Seitenzahl und der Papierart ab, gestalte das Cover also erst, wenn das Buchinnere fertig ist. Für eBooks nennt KDPs Cover-Richtlinie eine ideale Größe von 2.560 Pixeln Höhe und 1.600 Pixeln Breite. Welches Werkzeug du auch nutzt, lade die Vorlage der Plattform herunter und prüfe sie gegen deine endgültige Seitenzahl. Der häufige Fehler ist ein Cover, das groß gut aussieht, aber als Miniaturansicht nicht zu lesen ist.

5. Kläre ISBN und Verlagsnamen

Eine ISBN kennzeichnet eine Ausgabe deines Buchs, und jedes Format braucht eine eigene. Über KDP verkaufte eBooks brauchen keine. Für Taschenbuch und Hardcover bietet KDP eine kostenlose ISBN an, die aber nur bei KDP verwendet werden kann, und als Verlagsname erscheint „Independently published“. Wenn du eine eigene kaufst, wählst du den Verlagsnamen. In den USA nennt Bowker $125 für eine ISBN und $295 für zehn. Länder und Agenturen unterscheiden sich, prüfe also deine. Der häufige Fehler ist, eine kostenlose ISBN zu nehmen und später festzustellen, dass du sie auf einer anderen Plattform nicht weiterverwenden kannst.

6. Schreibe die Metadaten

Metadaten sind die Informationen, die darüber entscheiden, ob ein Buch gefunden wird: Titel, Untertitel, Beschreibung, Schlagwörter und Kategorien. Mach das selbst und behandle die Beschreibung als Verkaufstext. Bei KDP kannst du bis zu sieben Schlagwörter eingeben und drei Kategorien wählen. Wähle sie, indem du dir ansiehst, wonach Leserinnen und Leser ähnlicher Bücher tatsächlich suchen. Der häufige Fehler ist, Schlagwörter in den Titel zu stopfen, statt eine Beschreibung zu schreiben, die Lust auf das Buch macht.

7. Wähle deine Plattformen

Entscheide, wo das Buch verkauft wird: in einem Shop oder mehreren, nur als eBook oder als eBook plus Druck. Die nächsten Abschnitte vergleichen die Plattformen. Wenn du auf Amazon starten willst, behandelt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Veröffentlichen eines Buchs auf Amazon das Dashboard, und was Amazon KDP ist erklärt das Programm selbst. Der häufige Fehler ist, eine Plattform zu wählen, weil eine Freundin oder ein Freund sie nutzt, ohne zu prüfen, ob sie die Leserschaft erreicht, die du willst.

8. Lege deine Preise fest

Lege einen Preis für jedes Format und jeden Markt fest. Bei KDP-eBooks gilt die 70%-Tantiemenoption für Listenpreise von $2,99 bis $12,99 auf amazon.com, und der Preis muss mindestens 20% unter der günstigsten physischen Ausgabe liegen, laut KDPs Preisseite. Druckpreise müssen zuerst die Druckkosten decken. Rechne die Tantieme für jeden Preis aus, bevor du ihn festlegst. Der häufige Fehler ist, ein Taschenbuch zu bepreisen, ohne zu prüfen, was nach dem Druck übrig bleibt.

9. Veröffentliche und starte

Bestelle ein gedrucktes Prüfexemplar, lies es auf Papier, korrigiere, was du findest, und veröffentliche dann. Die Prüfzeiten sind unterschiedlich, und KDP sagt, ein Titel ist meist innerhalb von drei Werktagen live. Plane den Launch, bevor du auf den Knopf drückst: Informiere deine E-Mail-Liste, bitte ehrliche Frühleserinnen und Frühleser um Rezensionen und bereite eine kurze Beschreibung für Social-Media-Beiträge vor. Bezahle nicht für Rezensionen. Der häufige Fehler ist, den Veröffentlichungstag als Ziellinie statt als Beginn des Verkaufs zu sehen.

Self-Publishing-Anbieter und Plattformen im Vergleich

Self-Publishing-Anbieter im Vergleich nach eBook-, Druck- und Buchhandlungsreichweite (Self-Publishing Companies)

Unter den Self-Publishing-Anbietern gibt es keinen einzelnen besten, weil sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Manche sind Shops, manche sind Distributoren, und manche sind Print-on-Demand-Drucker. Die meisten Autorinnen und Autoren nutzen zwei oder drei dieser Self-Publishing-Plattformen zusammen. Die Beschreibungen unten stammen von den Seiten der jeweiligen Plattform, verlinkt in der ersten Spalte, mit Stand Oktober 2026.

PlattformWas sie machtWann du sie nutzt
Amazon KDPVeröffentlicht eBooks, Taschenbücher und Hardcover im Self-Publishing, kostenlosDein Hauptshop für die meisten Genres und der übliche Ausgangspunkt
IngramSparkPrint-on-Demand und eBook-Vertrieb in ein globales Netzwerk aus Händlern, Bibliotheken, Universitäten und BildungseinrichtungenDu willst, dass Buchhandlungen und Bibliotheken dein Printbuch bestellen können
Draft2DigitalVertreibt eBooks an viele Shops gleichzeitig und bietet Schwarz-Weiß-TaschenbücherDu willst breite eBook-Abdeckung aus einem Dashboard
LuluPrint-on-Demand in vielen Größen und Bindungen, mit Vertrieb in den Handel und DirektverkaufUngewöhnliche Formate oder Verkauf über deine eigene Website
Barnes & Noble PressBarnes & Nobles eigene Self-Publishing-Plattform für Bücher und eBooksDu willst direkt im Barnes-&-Noble-Shop vertreten sein
Apple BooksVerkauft eBooks und Hörbücher über Apples ShopDeine Leserschaft nutzt iPhones und iPads
Kobo Writing LifeKobos Self-Publishing-Portal für seinen eBook-ShopLeserschaft in Kobos Märkten oder direkter breiter Vertrieb
Google Play BooksPartner Center für den Verkauf von eBooks und Hörbüchern bei Google PlayEine weitere eBook-Verkaufsplattform ergänzen

Ein paar Details sind wichtig. Die FAQ von Draft2Digital sagt, dass es etwa 10% des Verkaufspreises an jedem Verkauf verdient, listet Shops wie Apple Books, Barnes & Noble, Kobo, Bookshop.org und OverDrive auf und berechnet seit 2026 eine einmalige Aktivierungsgebühr von $20 für neue Konten sowie eine Jahresgebühr von $12 für Konten, die weniger als $100 pro Jahr an Verkäufen erzielen. Apple sagt, dass es 70% an jedem eBook zahlt, unabhängig vom Preis. Lulu sagt, es kann deine Bücher bei über 40.000 Buchhändlern listen.

Plattformen unterscheiden sich in mehr als den Gebühren. Manche verlangen eine eigene ISBN für den Vertrieb, manche geben dir eine kostenlose ISBN, die an diese Plattform gebunden ist, und manche berechnen einen Anteil an jedem Verkauf an ein Vertriebsnetz. Lies die Bedingungen, bevor du dich entscheidest, besonders wenn du mehr als eine nutzen willst.

Wenn dein Buch in anderen Sprachen verkauft werden könnte, behandle jede Übersetzung als eigenes Buch. Suchbegriffe unterscheiden sich je nach Sprache und Shop, Preise sollten in der Währung des jeweiligen Markts festgelegt werden, und ein Wort für Wort übersetztes Schlagwort trifft selten das, was die Leserschaft eintippt.

Hinweis zu „Publishing-Unternehmen“. Manche der „Self-Publishing-Unternehmen“, die in der Suche auftauchen, sind Dienstleister, die Lektorat, Design und „Publishing-Pakete“ verkaufen. Das kann in Ordnung sein, wenn der Vertrag klarstellt, dass du die Rechte und die ISBN besitzt, aber es ist ein anderes Produkt als die Plattformen oben. Nutze den früheren Test: Rechte, ISBN und wer von wem bezahlt wird.

IngramSpark vs. KDP

IngramSpark und KDP im Vergleich bei Reichweite in Buchhandlungen und Bibliotheken, Einrichtungsgebühren und ISBN (IngramSpark vs KDP)

IngramSpark gegen KDP ist vor allem eine Frage der Druckreichweite. KDP ist der einfachere Weg, auf Amazon zu verkaufen, und der günstigste Einstieg. IngramSpark ist auf den Großhandelsvertrieb ausgerichtet, sodass Buchhandlungen und Bibliotheken, die bei Ingram einkaufen, dein Buch bestellen können. Viele Autorinnen und Autoren nutzen für den Druck beide.

Reichweite. IngramSparks Preisliste beschreibt den Zugang zu einem globalen Vertriebsnetz mit über 45.000 Händlern, Bibliotheken, Universitäten und Bildungseinrichtungen. KDPs Erweiterter Vertrieb stellt Taschenbücher für Distributoren bereit, sodass Buchhändler und Bibliotheken sie bestellen können, deckt aber keine Hardcover ab, garantiert nicht, dass ein Shop das Buch vorrätig hält, und kann bis zu acht Wochen bis zum Start brauchen.

Gebühren. Laut derselben Preisliste ist die Titel-Einrichtung bei IngramSpark seit dem 1. Februar 2026 kostenlos, und zum Verkaufszeitpunkt fällt eine globale Vertriebsgebühr von 1,875% des lokalen Listenpreises an. IngramSparks Direktor kündigte außerdem im Dezember 2025 kostenlose Überarbeitungen an. Der Erweiterte Vertrieb von KDP zahlt 40% des Listenpreises abzüglich der Druckkosten.

Rückgaben und Rabatte. IngramSparks FAQ sagt, du entscheidest, ob deine Bücher zurückgegeben werden können. Buchhandlungen erwarten oft einen Standard-Handelsrabatt und Rückgabebedingungen, und die genauen Werte, die du festlegen kannst, stehen in deiner IngramSpark-Titel-Einrichtung. Behandle Rückgaben als echte Kosten: Ein rückgabefähiges Buch kann nach dem Verkauf zurückkommen.

ISBN. IngramSpark verlangt für jedes Format eine ISBN, wenn du Vertrieb willst. Es bietet kostenlose ISBNs für US-Verlage an, die aber nur auf IngramSpark funktionieren, den Verlagsnamen als „Indy Pub“ anzeigen und verlangen, dass der Titel im Großhandelsvertrieb ist. Eine kostenlose ISBN von KDP kann außerhalb von KDP nicht verwendet werden. Wenn du also beides willst, kaufe deine eigene ISBN und nutze sie auf beiden, eine pro Format.

Beides nutzen. Eine übliche Einrichtung ist KDP für Amazon-Verkäufe und IngramSpark für alle anderen. IngramSparks FAQ weist darauf hin, dass du den Erweiterten Vertrieb von KDP nicht auswählen solltest, wenn du gleichzeitig KDP-Druck nutzt, damit die beiden nicht um die Belieferung derselben Shops konkurrieren.

Exklusiv oder breit aufgestellt

Exklusiv bedeutet, dein eBook nur auf Amazon zu verkaufen, im Gegenzug für die Vorteile von KDP Select. Breit aufgestellt bedeutet, in mehreren Shops zu verkaufen. Was besser ist, hängt davon ab, ob du über bei Kindle Unlimited gelesene Seiten oder über Verkäufe in mehreren Shops mehr verdienst, und das lässt sich nur durch Ausprobieren herausfinden.

Die Regel ist eng gefasst. KDP Select läuft in 90-Tage-Zeiträumen und gilt nur für Kindle-eBooks. Während der Anmeldung darf das eBook nur im Kindle Store verkauft werden, Taschenbücher und andere Formate dürfen jedoch überall verkauft werden. Die Anmeldung verlängert sich automatisch, wenn du sie nicht abschaltest. Im Gegenzug können Leserinnen und Leser das Buch über Kindle Unlimited ausleihen, und KDP zahlt aus einem monatlichen Fonds, der auf gelesenen Seiten basiert. Die Hilfeseite von KDP sagt außerdem, dass die Anmeldung deines eBooks der einzige Fall ist, in dem es nicht auf anderen Plattformen verkauft werden darf.

Exklusivität passt tendenziell zu Autorinnen und Autoren mit einer Reihe, einem starken Kindle-Publikum und kurzen Büchern, die schnell zu Ende gelesen sind. Breit aufgestellt passt tendenziell zu Autorinnen und Autoren, deren Leserschaft andere Geräte nutzt, die das Risiko über mehrere Shops verteilen wollen oder die nicht von den Regeln eines einzigen Unternehmens abhängen möchten. Du kannst wechseln: für einen 90-Tage-Zeitraum exklusiv bleiben und danach breit gehen, oder umgekehrt. Unser Leitfaden Wo du eBooks verkaufst listet die anderen Shops auf.

Wo Bookeen ins Self-Publishing passt

Bookeen AI Online-Buchgenerator hilft bei einem Teil dieses Wegs: von der Idee zu einem vollständigen Manuskript und den Dateien, die du hochladen musst. Es ist kein Verlag, lädt dein Buch nicht für dich in einen Shop hoch und berechnet keine Veröffentlichungsgebühren. Du wählst die Plattform, legst das Konto an, kaufst die ISBN, wenn du eine willst, und entscheidest über den Preis.

Was es dir in den Schritten 1 bis 4 bietet:

  • Das Manuskript. Wähle eine Buchart, etwa einen Ratgeber, einen Forschungsbericht, ein Arbeitsbuch, einen Kursbegleiter oder einen Roman, und Bookeen schreibt einen vollständigen Entwurf, den du dann überarbeitest und zu deinem eigenen machst.
  • eBook- und Druckdateien. Exportiere EPUB, DOCX, eine PDF zum Lesen und eine Druck-PDF im Format 6×9 Zoll für das Buchinnere. Das EPUB ist EPUB 3 und besteht epubcheck ohne Fehler.
  • Cover. Exportiere ein eBook-Cover mit 1600×2560 Pixeln und ein Print-Cover, das Rückseite, Buchrücken und Frontcover verbindet, mit 1/8 Zoll Beschnitt.

Die Standard-Druckeinstellungen bedeuten nicht, dass eine Plattform deine Dateien genehmigt hat. Lade sie hoch, lies die Vorschau oder das Prüfexemplar der Plattform und korrigiere alles, was sie meldet. Wenn du für den Druck schreibst, erklärt die Seite druckfertige PDF, was die Datei enthält. Für einen genaueren Blick auf den Prozess von der Idee bis zum fertigen Manuskript beginne beim Online-Buchgenerator.

Häufige Fragen zum Self-Publishing

Was bedeutet es, ein Buch im Self-Publishing zu veröffentlichen?

Ein Buch im Self-Publishing zu veröffentlichen bedeutet, es selbst herauszugeben, ohne traditionellen Verlag: Du erledigst oder bezahlst Lektorat, Design und Hochladen, behältst die Rechte und legst den Preis fest. Handels- und Druckplattformen verkaufen das Buch und zahlen dir einen Anteil an jedem Verkauf. Es ist kein Vanity-Verlag, bei dem du einem Unternehmen eine Paketgebühr zahlst und davon abhängst, dass es das Buch verkauft.

Lohnt sich Self-Publishing?

Es lohnt sich, wenn du Kontrolle und einen größeren Anteil an jedem Verkauf schätzt und bereit bist, Lektorat und Cover zu finanzieren und das Buch selbst zu vermarkten. Es passt weniger, wenn du einen Vorschuss, das Marketingteam eines Verlags oder einen leichten Platz im Buchhandelsregal willst. Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich, teste also mit einem Buch, bevor du darauf einen Plan aufbaust.

Kann ich ein Buch kostenlos veröffentlichen?

Du kannst kostenlos veröffentlichen, aber ein gutes Buch ist selten kostenlos herzustellen. KDP lässt dich eBooks, Taschenbücher und Hardcover kostenlos veröffentlichen, und IngramSparks Preisliste nennt die Titel-Einrichtung als kostenlos. Lektorat, Coverdesign und ISBNs sind die Stellen, an denen Kosten entstehen.

Brauche ich eine eigene ISBN, um selbst zu veröffentlichen?

Nicht immer. KDP verlangt keine ISBN für eBooks und gibt eine kostenlose für Taschenbücher und Hardcover, die aber nur bei KDP funktioniert. Wenn du dieselbe ISBN über mehrere Plattformen nutzen willst oder deinen eigenen Verlagsnamen als Verlag angezeigt bekommen möchtest, kaufe eine eigene bei der ISBN-Agentur deines Landes, etwa Bowker in den USA.

Welche Self-Publishing-Plattform ist die beste für Anfänger?

KDP ist der übliche Ausgangspunkt: kostenlos nutzbar, deckt eBooks, Taschenbücher und Hardcover ab und bringt dich vor Amazons Leserschaft. Ergänze später Draft2Digital oder IngramSpark, wenn du eine breitere eBook- oder Druckreichweite willst. Starte mit einer Plattform und einem Buch, lerne den Prozess und erweitere dann.

Kommt ein im Self-Publishing veröffentlichtes Buch in Buchhandlungen und Bibliotheken?

Ja, es kann gelistet werden, damit sie es bestellen können, aber gelistet zu sein heißt nicht, vorrätig zu sein. Der Druckvertrieb über IngramSpark oder den Erweiterten Vertrieb von KDP macht dein Taschenbuch für Buchhändler und Bibliotheken bestellbar, und jede entscheidet selbst, ob sie bestellt. Lokale Buchhandlungen reagieren oft besser auf eine direkte Ansprache, eine Rückgabemöglichkeit und ein professionelles Cover.

Kann ich gleichzeitig auf mehr als einer Plattform veröffentlichen?

Ja. Deine Rechte bleiben bei dir, du kannst dasselbe Buch also auf mehreren Plattformen verkaufen, mit einer Ausnahme: Solange ein eBook bei KDP Select angemeldet ist, darf es nur im Kindle Store verkauft werden. Wenn du deine eigene ISBN nutzt, kannst du sie über alle Plattformen hinweg gleich halten. Wenn du eine kostenlose Plattform-ISBN nutzt, funktioniert sie nur auf dieser Plattform.

Bereit, dein Buch zu schreiben?

Self-Publishing beginnt mit einem fertigen Manuskript, und das ist der Teil, den Bookeen beschleunigen kann. Lege dein Konto an und starte dein erstes Buch, dann bringe die Dateien zur Plattform deiner Wahl.

Mach aus deiner nächsten Idee ein Buch.

Greife auf, was dein Interesse geweckt hat, und beginne dein eigenes Buch. Bring eine Idee, eine Gliederung oder deine Notizen mit.

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