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Pseudonym: Was es ist und wie du es wählst

Von Bookeen TeamSelf-Publishing

Was ein Pseudonym ist, wann Autor:innen eines nutzen und wie du ein Pseudonym wählst, das zu deinem Genre passt – von Amazon KDP bis zu Steuern.

Umschlag: Pseudonym: Was es ist und wie du es wählst

Ein Pseudonym ist ein Name, unter dem eine Autorin oder ein Autor veröffentlicht und der sich vom bürgerlichen Namen unterscheidet. Was ist ein Pseudonym in der Praxis? Es ist die Verfasserangabe auf deinem Buchcover und deiner Amazon-Produktseite, während dein bürgerlicher Name auf Steuerformularen, dem Bankkonto und Verträgen bleibt.

Dieser Leitfaden richtet sich an Autorinnen und Autoren, die sich auf das Self-Publishing vorbereiten und sich noch nicht für eine Verfasserangabe entschieden haben. Er erklärt, was ein Pseudonym ist und was es nicht ändert, zeigt, warum bekannte Schriftsteller eines nutzten, und hilft dir zu entscheiden, ob du überhaupt eines brauchst. Danach geht es darum, wie du ein Pseudonym wählst, um Ideen nach Genre und um die Punkte, die später Probleme machen: wie ein KDP-Pseudonym eingerichtet wird, wer das Urheberrecht besitzt und unter welchem Namen Amazon zahlt. Wenn du den gesamten Prozess noch durchgehst, beginne mit unserem Anfängerleitfaden zu Amazon KDP und komm hierher zurück, wenn du das Feld für den Autor erreichst.

Ein Hinweis vorab. Alles zum Urheberrecht, zu Verträgen und Steuern weiter unten ist aus Sicht der Vereinigten Staaten geschrieben und sind allgemeine Informationen, keine Rechts- oder Steuerberatung. In anderen Ländern gelten andere Regeln. Die unten zitierten Regeln stammen von den KDP-Hilfeseiten von Amazon und vom U.S. Copyright Office, geprüft im Oktober 2026.

Was ist ein Pseudonym?

Ein Pseudonym ist ein Name, den eine Autorin oder ein Autor auf ihren Büchern anstelle des bürgerlichen Namens verwendet. Die Begriffe Pseudonym und nom de plume (französisch für „Pseudonym“) bedeuten dasselbe. Ein Pseudonym kann ein völlig erfundener Name, eine Abwandlung deines echten Namens oder ein geschlechtsneutraler Name sein.

Drei Punkte halten die Vorstellung klar.

  • Ein Pseudonym ist weder ein Spitzname noch eine Kurzform. Das U.S. Copyright Office trifft diese Unterscheidung in seinem Circular 32 zu Pseudonymen (überarbeitet im März 2021): Spitznamen und abgekürzte Formen bürgerlicher Namen sind keine Pseudonyme. Sein Beispiel ist J.K. Rowling, ein abgekürzter Name, während Robert Galbraith ein Pseudonym ist.
  • Ein Pseudonym ist kein Ghostwriting. Ein Ghostwriter schreibt ein Buch, das unter dem Namen einer anderen Person veröffentlicht wird. Ein Pseudonym ist der Name der Person, die das Buch geschrieben hat, auch wenn die Öffentlichkeit nicht weiß, wer das ist.
  • Ein Pseudonym ist legal und macht dich gegenüber den beteiligten Unternehmen nicht anonym. Du kannst unter einem Pseudonym veröffentlichen, doch die Menschen, die dich bezahlen, besteuern und deine Verträge unterschreiben, haben es weiterhin mit der echten Person zu tun. Amazon sagt das deutlich: Wenn du ein Pseudonym verwendest, bleibt dein echter Name anonym und wird nicht auf der Website veröffentlicht, aber deine tatsächliche Identität muss für Zahlungs- und Steuerzwecke bei KDP registriert sein, wie auf der KDP-Hilfeseite zu Autorinnen, Autoren und Mitwirkenden beschrieben.

Was ist ein Pseudonym: Synonyme und was weiterhin unter deinem bürgerlichen Namen bleibt

Das Pseudonym steht auf dem Cover, der Titelseite und dem Produkteintrag. Dein bürgerlicher Name bleibt an den Vertrag, den Urheberrechtsnachweis, die Steuerformulare und das Zahlungskonto gebunden. Diese Trennung ist die kurze Antwort darauf, was ein Pseudonym rechtlich ist: Es ändert, was die Öffentlichkeit sieht, nicht wer rechtlich für das Buch verantwortlich ist.

Ein Pseudonym ist auch eine Marke. Leserinnen und Leser, denen dein erstes Buch gefällt, suchen nach demselben Namen, um das nächste zu finden. Am besten funktioniert es daher, wenn du es über einen ganzen Katalog hinweg konsequent verwendest.

Berühmte Pseudonyme und warum Autor:innen sie nutzten

Die besten Beispiele für Pseudonyme zeigen, dass Autorinnen und Autoren aus sehr unterschiedlichen Gründen ein Pseudonym wählen. Hier sind sechs, jeweils mit einer öffentlichen Quelle zum Nachprüfen. Die folgenden Gründe sind die, die die Autoren selbst oder verlässliche Biografien nennen.

  • George Eliot (Mary Ann Evans). Evans wollte, dass ihre Belletristik getrennt von ihrer Arbeit als Übersetzerin, Herausgeberin und Kritikerin beurteilt wird, und wollte das Klischee vermeiden, Frauen schrieben nur leichte Liebesromane. Ihre erste Erzählung, Scenes of Clerical Life, erschien ab 1857 in Blackwood's Magazine. Siehe die Biografie von George Eliot.
  • George Orwell (Eric Arthur Blair). Blair wollte seine Familie nicht wegen seiner Zeit als Landstreicher in Verlegenheit bringen. Sein erstes Buch unter diesem Namen, Down and Out in Paris and London, erschien am 9. Januar 1933. Siehe die Biografie von George Orwell.
  • Currer, Ellis und Acton Bell (Charlotte, Emily und Anne Brontë). In ihrer biografischen Notiz von 1850 schrieb Charlotte Brontë, die Schwestern hätten nicht „uns als Frauen zu erkennen geben“ wollen, weil sie „den vagen Eindruck hatten, dass Autorinnen leicht mit Vorurteilen betrachtet werden“. Den Originaltext findest du in Biographical Notes on the Pseudonymous Bells.
  • Mark Twain (Samuel Clemens). Der Name stammt von „mark twain“, dem Ruf eines Lotsen auf einem Flussdampfer für eine Wassertiefe von zwei Faden. Clemens unterschrieb ihn erstmals am 3. Februar 1863 unter einen humorvollen Reisebeitrag für die Zeitung Territorial Enterprise aus Virginia City. Siehe die Biografie von Mark Twain.
  • Robert Galbraith (J.K. Rowling). Rowling veröffentlichte 2013 den Kriminalroman The Cuckoo's Calling unter diesem Namen. Als die Verbindung bekannt wurde, sagte sie, Robert Galbraith zu sein, sei „eine so befreiende Erfahrung“ gewesen, und es sei wunderbar, „ohne Hype oder Erwartungen zu veröffentlichen“. Ihre Aussage wird von Writer's Write wiedergegeben.
  • Richard Bachman (Stephen King). Verlage glaubten damals, ein Autor solle nur ein Buch pro Jahr veröffentlichen, also nutzte King einen zweiten Namen, um mehr zu veröffentlichen, ohne den Markt für seine eigenen Bücher zu überschwemmen. Der erste Bachman-Roman, Rage, erschien 1977, und die Verbindung wurde 1985 öffentlich. Siehe den Eintrag zu Richard Bachman.

Berühmte Pseudonyme, gruppiert nach den Gründen der Autorinnen und Autoren (Famous Pen Names)

Ordnet man diese berühmten Pseudonyme nach Gründen, zeigt sich ein Muster. Privatsphäre und der Schutz der Familie erklären Orwell. Faire Lektüre – der Wunsch, nach dem Werk und nicht nach dem Geschlecht der Person beurteilt zu werden – erklärt Eliot und die Brontë-Schwestern. Ein Neuanfang in einem neuen Genre, weg vom Gewicht eines bestehenden Namens, erklärt Galbraith. Das Veröffentlichungsvolumen erklärt Bachman. Ein einprägsamer Name erklärt Twain.

Ein moderner Self-Publisher würde dieselben Gründe nennen.

Wann solltest du ein Pseudonym verwenden?

Verwende ein Pseudonym, wenn dein echter Name gegen das Buch arbeiten würde oder wenn das Buch vom Rest deines Lebens getrennt bleiben soll. In diesen Situationen lohnt sich die zusätzliche Arbeit.

  • Du schreibst in sehr unterschiedlichen Genres. Eine Leserin, die deine gemütlichen Krimis liebt, möchte vielleicht keinen expliziten Horrorroman empfohlen bekommen. Getrennte Namen lassen jede Zielgruppe ihre eigenen Bücher finden.
  • Deine berufliche Identität muss getrennt bleiben. Lehrkräfte, Ärztinnen, Anwälte, Führungskräfte und Beschäftigte im öffentlichen Dienst möchten oft nicht, dass ihr Hauptberuf und ihre Fiktion im selben Suchergebnis auftauchen, besonders bei Liebesromanen, Erotik oder politisch aufgeladenen Texten.
  • Privatsphäre oder Sicherheit sind wichtig. Memoirenschreiber und Autorinnen zu sensiblen Themen möchten vielleicht geschützt werden. Sei realistisch bei den Grenzen: Ein Pseudonym verbirgt deinen Namen vor Leserinnen, aber nicht vor Amazon, wo deine rechtliche Identität liegt, und die KDP-Bedingungen besagen, dass Amazon deinen bürgerlichen Namen und deine Kontaktdaten gemäß der eigenen Datenschutzerklärung offenlegen darf, „unabhängig davon, was du als deinen Autorennamen eingibst“ (siehe die KDP-Geschäftsbedingungen, zuletzt aktualisiert am 27. September 2024). Ein Pseudonym ist eine Schutzschicht für deine Privatsphäre, keine Garantie für Anonymität.
  • Dein echter Name ist schwer zu verwenden. Ein Name, der lang, leicht falsch zu schreiben, schwer auszusprechen ist oder mit dem einer berühmten Autorin oder einer bekannten Person übereinstimmt, macht deine Bücher schwerer auffindbar. Die KDP-Richtlinien selbst weisen in diese Richtung: Wenn dein Name dem einer bekannten Autorin ähnelt, erwäge ein Pseudonym, einen zweiten Vornamen oder ein Initial (siehe die KDP-Metadaten-Richtlinien).
  • Du möchtest einen Neuanfang. Ein neuer Name lässt dich ein Buch, das sich nicht verkauft hat, eine Genre-Reputation oder eine ins Stocken geratene Reihe hinter dir lassen.

In diesen Fällen brauchst du wahrscheinlich keines.

  • Du schreibst in einem Bereich unter einem Namen, der dir gefällt. Wenn jedes Buch ins selbe Regal passt, spaltet ein zweiter Name nur deine Rezensionen und deine Anhängerschaft.
  • Dein echter Name ist das Verkaufsargument. Für viele Sachbuchautorinnen und -autoren – etwa Beratende, Coaches, Forschende und Gründer – sind der echte Name und die Qualifikationen dahinter das, was das Buch verkauft. Sie zu verbergen nimmt den Beweis weg, den Leserinnen und Leser wollen.

Ein schneller Test: Schreib den Grund in einem Satz auf, warum du ein Pseudonym möchtest. Wenn es Privatsphäre, Genre-Trennung, Auffindbarkeit oder faire Lektüre ist, verwende eines.

Wie du ein Pseudonym wählst

Wähle ein Pseudonym, das zu den Erwartungen deiner Leserinnen und Leser passt, leicht auszusprechen und zu schreiben ist und bei der Suche keine verwirrenden Ergebnisse liefert. Diese Checkliste mit sieben Schritten funktioniert für jedes Genre.

Checkliste mit sieben Punkten zur Wahl eines Pseudonyms (How to Choose a Pen Name)

  1. Pass zum Genre. Leserinnen und Leser nutzen den Namen, um zu erraten, was darin steckt. Ein Name, der auf einem süßen Liebesroman wie der eines Thrillerautors wirkt, erzeugt eine Diskrepanz. Sieh dir die Top-Bücher deiner Kategorie an und achte auf Muster bei Länge, Ton und Initialen.
  2. Mach es leicht auszusprechen und zu schreiben. Kann eine Leserin deinen Namen, den sie in einem Podcast hört, korrekt eintippen? Vermeide ungewöhnliche Schreibweisen, stumme Buchstaben und Satzzeichen. Denk daran, dass KDP keine HTML-Tags im Autorenfeld zulässt, und auf der Kontoseite wird dir geraten, Sonderzeichen wie & ! ? # in deinen Kontodaten zu vermeiden – einfache Buchstaben sind also die sicherste Wahl.
  3. Suche nach Doppelungen. Gib den Namen in die Buchsuche von Amazon, in Google und in Goodreads ein, zusammen mit dem Wort „Autor“. Wenn eine andere Person den Namen bereits nutzt, finden Leserinnen zuerst die andere. Suche auch mit Wörtern wie „Buch“ oder „Roman“, denn so suchen Leser.
  4. Prüfe Domain und Social-Media-Namen. Du möchtest eine Website und Social-Media-Konten, die zum Namen passen. Prüfe die .com-Domain und die wichtigsten Plattformen, bevor du dich festlegst, denn ein späterer Wechsel kostet dich Follower.
  5. Vermeide echte Marken und berühmte Personen. Verwende keinen Namen, der einem Unternehmen, Produkt oder einer bekannten Person gehört. KDP sagt, du kannst ein Pseudonym frei verwenden, „solange es die Fähigkeit der Kundinnen und Kunden, gute Kaufentscheidungen zu treffen, nicht beeinträchtigt“ (siehe die Metadaten-Richtlinien), und ein Name, der wie eine berühmte Autorin oder eine Marke klingt, kann Leserinnen und Leser irreführen.
  6. Achte auf Markenkonflikte. Eine Marke kann laut dem U.S. Patent and Trademark Office jedes Wort, jede Phrase, jedes Symbol oder Design sein, das Waren oder Dienstleistungen kennzeichnet. Prüfe den Namen in der USPTO Trademark Search, ob er bereits für etwas verwendet wird, das Büchern oder dem Verlagswesen nahekommt. Das ist eine grundlegende Prüfung, keine rechtliche Freigabe.
  7. Sag es laut. Lies es als Vorstellung, als Podcast-Slogan und als Verfasserangabe auf dem Cover. Wenn du darüber stolperst, tun Leserinnen und Leser das auch.

Zwei praktische Hinweise. Erstens: Du musst ein Pseudonym nicht vorab bei KDP oder Amazon registrieren. Du trägst es beim Einrichten des Buchs in das Autorenfeld ein. Zweitens: Der Name sollte dir auch in fünf Jahren noch gefallen, denn laut KDP kann das Autorenfeld nach der Veröffentlichung eines Buchs nicht mehr geändert werden (siehe Autorinnen, Autoren und Mitwirkende).

Wenn du eine Startliste möchtest, auf die du reagieren kannst, nutze einen Pseudonym-Generator. Der Bookeen Pseudonym-Generator hat einen Pseudonym-Modus im selben Tool, das auch Figuren- und Ortsnamen erzeugt. Es läuft in deinem Browser, lässt dich die Namen markieren, die dir gefallen, und schlägt Namen zum Ausprobieren vor. Es prüft weder Marken noch, ob ein Name bereits vergeben ist, also führe die Schritte drei bis sechs oben für jeden Namen auf deiner Auswahlliste aus.

Pseudonym-Ideen nach Genre

Das Genre bestimmt die Erwartungen der Leserinnen und Leser, und die besten Pseudonym-Ideen gehen davon aus, was Leser in einen Namen hineinlesen, nicht von einer Liste fertiger Namen. Für jedes Genre unten steht, was der Name signalisieren sollte, plus ein Beispiel, das das Muster zeigt. Jedes Beispiel ist zur Veranschaulichung erfunden. Jeder Name kann auf eine reale Person zutreffen, also suche, bevor du einen verwendest.

Pseudonym-Ideen nach Genre auf einem Planungsbrett geordnet (Pen Name Ideas)

  • Liebesroman. Leserinnen wollen Wärme, Vertrautheit und leichte Aussprache. Ein freundlicher Vorname und ein weicher, zweisilbiger Nachname sind üblich. Beispiel: Willa Harbrook.
  • Krimi und Thriller. Leser wollen Autorität und Tempo. Kurze, prägnante Namen mit harten Konsonanten wirken oft kontrolliert und ernst. Beispiel: Dana Voss. Ein einzelnes Initial plus Nachname, etwa R. T. Graves, kann ebenfalls eine erfahrene Stimme nahelegen.
  • Science-Fiction und Fantasy. Leser akzeptieren ungewöhnlichere Namen, brauchen aber trotzdem etwas, das sie aussprechen können. Ein markanter Nachname, der eine andere Welt andeutet, funktioniert, solange er in ein Suchfeld eingetippt werden kann. Beispiel: Kest Ardyn. Ein zu erfundener Name lässt sich schwer per Mundpropaganda empfehlen.
  • Sachbücher und Business-Bücher. Leser wollen Glaubwürdigkeit. Ein klarer, professioneller Name mit Mittelinitial wirkt oft wie jemand, der sich mit dem Thema auskennt. Beispiel: Adrian P. Calder. Wenn dein echter Name Expertise vermittelt, überlege zweimal, ob du ihn ersetzt.
  • Kinderbücher. Eltern und Lehrkräfte wollen Wärme und Vertrauen, Kinder wollen etwas, das Spaß macht zu sagen. Verspielte oder märchenhafte Namen funktionieren, besonders bei Bilderbüchern. Beispiel: Pip Tumbleton.

Wie auch immer das Genre: Teste den Namen im Kontext. Setz ihn auf ein Mock-up-Cover, lies ihn neben deinem Titel und schau, ob das Paar wie ein Buch wirkt. Wenn du noch am Titel arbeitest, entscheide Titel und Namen zusammen, denn beide müssen nebeneinander auf einem Cover gut aussehen.

Du brauchst auch keinen Namen, der wie eine andere Person klingt. Viele Autorinnen und Autoren verwenden einfach einen zweiten Vornamen oder Initiale, was die Verfasserangabe nah am echten Namen hält und bei einer Signierstunde leicht zu beantworten macht.

Ein Pseudonym bei Amazon KDP verwenden

Ein KDP-Pseudonym wird beim Einrichten jedes Buchs in das Autorenfeld eingetragen, und dein bürgerlicher Name bleibt in deinem Konto. KDP erklärt diese Trennung auf der Seite zur Kontoerstellung: Der Name in deinen Kontodaten sollte der bürgerliche Name der Autorin oder des Autors sein, und Zahlungen und Steuerformulare werden unter diesem Namen ausgestellt, während „wenn du ein Pseudonym verwenden möchtest, gibst du es ein, wenn du deine Buchdetails einrichtest“.

So funktioniert das in der Praxis.

  • Lege das Autorenfeld fest. Gib in den Buchdetails das Pseudonym als Hauptautor an. Die KDP-Seite Autorinnen, Autoren und Mitwirkende besagt, dass du ein Pseudonym verwenden kannst, dass das Feld nach der Veröffentlichung des Buchs nicht geändert werden kann und dass du den Namen über deine Bücher hinweg konsistent halten solltest.
  • Stimme das Cover ab. KDP verlangt, dass Titel, Untertitel, Autorenname und Reiheninformationen auf dem Cover mit den Metadatenfeldern übereinstimmen. Wenn auf dem Cover „Willa Harbrook“ steht, sollte das Autorenfeld dasselbe sagen (siehe die Metadaten-Richtlinien).
  • Trag das Pseudonym nicht in deine Kontodaten ein. Auf der Kontoseite wird dir geraten, dein Pseudonym dort nicht einzugeben, da Zahlungs- und Steuerdokumente den Kontonamen verwenden.
  • Nutze Mitwirkende für andere Personen. Du kannst bis zu 10 Mitwirkende angeben, etwa Co-Autoren, Lektorinnen oder Illustratorinnen (siehe Autorinnen, Autoren und Mitwirkende).
  • Sei vorsichtig mit dem Verlagsfeld. Bei eBooks ist das Verlagsfeld optional und nimmt nur deinen Namen oder den Namen deines Verlags auf. KDP verbietet Verweise auf andere Verlage, auf Amazon oder Kindle sowie auf Websites oder Domainnamen (siehe die Metadaten-Richtlinien). Nutze dieses Feld nicht, um eine berühmte Marke auf dein Buch zu setzen.

Kannst du mehrere Pseudonyme verwenden? Ja. Nichts auf den KDP-Hilfeseiten bindet ein Konto an einen einzigen Autorennamen, da das Autorenfeld für jedes Buch festgelegt wird. Eine Autorin mit einem Liebesroman-Namen und einem Business-Buch-Namen braucht also keine zwei Konten. Tatsächlich solltest du kein zweites eröffnen. Die KDP-Geschäftsbedingungen besagen: „Du darfst jeweils nur ein Konto unterhalten“, und die Hilfeseite zur Verwaltung deines KDP-Kontos besagt, dass KDP eine Richtlinie hat, die das Erstellen eines zweiten Kontos unter einer anderen E-Mail-Adresse verhindert.

Auf der Vertriebsseite ist Author Central ein separates Amazon-Tool, mit dem du eine Autorenseite mit Biografie und deinen Büchern erstellst, und die Marketing-Seite von KDP verlinkt darauf. Wie Author Central mit mehreren Pseudonymen umgeht, regelt Amazons eigene Author-Central-Hilfe. Schau dort nach, wenn du so weit bist.

Für den vollständigen Upload-Prozess folge unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Veröffentlichen eines Buchs auf Amazon. Wenn du noch zwischen Shops schwankst, siehe wie du ein Buch selbst veröffentlichst.

Pseudonyme, Urheberrecht, Verträge und Steuern

Ein Pseudonym ändert den Namen auf dem Cover, nicht wer das Werk besitzt, wer dafür unterschreibt oder wer Steuern darauf zahlt. Die folgenden Regeln gelten für die Vereinigten Staaten. Prüfe die Regeln deines eigenen Landes und frage eine Anwältin oder einen Steuerberater zu allem, was dich persönlich betrifft.

…ein Pseudonym selbst ist nicht urheberrechtlich geschützt, weil das Urheberrecht keine Wörter und kurzen Phrasen wie Namen, Titel und Slogans schützt

— Jessica Chinnadurai, U.S. Copyright Office, What's in a Name: Using Pseudonyms When Registering Works with the Copyright Office, aus dem Englischen übersetzt

Urheberrecht. Das Urheberrecht entsteht in dem Moment, in dem ein Werk geschaffen und festgehalten wird, und die Registrierung ist freiwillig, so die FAQ des U.S. Copyright Office. Ein Pseudonym schwächt dieses Eigentum nicht. Folgendes ergänzt Circular 32 für pseudonyme Werke.

  • Du kannst unter einem Pseudonym registrieren. Im Antrag kannst du das Kästchen „Pseudonymous“ ankreuzen und das Pseudonym eintragen, ohne deinen echten Namen anzugeben.
  • Die Schutzdauer kann abweichen. Für Werke, die am oder nach dem 1. Januar 1978 geschaffen wurden, dauert das Urheberrecht an einem pseudonymen Werk 95 Jahre ab dem Jahr der Veröffentlichung oder 120 Jahre ab dem Jahr der Schaffung, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist. Ist der bürgerliche Name der Autorin in den Unterlagen des Copyright Office genannt, beträgt die Dauer das Leben der Autorin plus siebzig Jahre.
  • Dein echter Name auf dem Werk hebt den pseudonymen Status auf. Ein Werk gilt nur dann als pseudonym, wenn der echte Name nirgends darauf erscheint, auch nicht im Urheberrechtsvermerk.
  • Der Eintrag ist öffentlich. Das Office entfernt den Namen einer Autorin nach Ausstellung des Zertifikats nicht mehr aus einem Registrierungseintrag.
  • Ein Pseudonym selbst ist nicht urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht erfasst keine Namen oder kurzen Phrasen, weshalb die Markenprüfung im früheren Abschnitt wichtig ist.

Das Copyright Office erklärt die Wahl außerdem in seinem Beitrag über die Verwendung von Pseudonymen bei der Registrierung von Werken.

Verträge. Unterzeichne Vereinbarungen mit deinem bürgerlichen Namen. Ein Vertrag mit einer Lektorin, einem Cover-Designer, einem Sprecher oder einem Vertrieb ist zwischen echten Personen, sollte also die reale Person nennen und, falls sinnvoll, angeben, dass das Buch unter deinem Pseudonym veröffentlicht wird.

Zahlungen und Steuern. KDP stellt Zahlungen und Steuerformulare unter dem bürgerlichen Namen in deinen Kontodaten aus, und der Name des Bankkontoinhabers sollte übereinstimmen (siehe die Seite zur Kontoerstellung). Der Name auf deiner Steuererklärung, deinem Bankkonto und deinen KDP-Kontodaten sollte übereinstimmen, und das Pseudonym erscheint nur auf dem Buch. Einkünfte aus Büchern unter Pseudonym sind weiterhin dein Einkommen, melde sie also so, wie es deine Steuerbehörde verlangt.

ISBNs und der Verlagsnachweis. Wenn du eine kostenlose ISBN von KDP nimmst, erscheint der Imprint als „Independently published“, und diese ISBN kann nur bei KDP verwendet werden (siehe die KDP-ISBN-Seite). Wenn du deine eigene ISBN kaufst, muss der angegebene Imprint mit dem übereinstimmen, was bei der ISBN-Agentur registriert ist. Dein Pseudonym ist der Autor, nicht automatisch der Verlag.

FAQ zu Pseudonymen

Was ist ein Pseudonym?

Ein Pseudonym ist ein Name, den eine Autorin oder ein Autor auf ihren Büchern anstelle des bürgerlichen Namens verwendet. Es wird auch Pseudonym oder nom de plume genannt. Die Autorin ist eine reale Person, die die Verträge unterschreibt und die Zahlungen erhält, während Leserinnen und Leser nur das Pseudonym auf dem Cover und der Produktseite sehen.

Ja. Die Verwendung eines Pseudonyms ist eine rechtmäßige, seit Langem übliche Praxis, und das U.S. Copyright Office veröffentlicht Leitlinien zur Registrierung pseudonymer Werke. KDP sagt, du kannst ein Pseudonym frei verwenden, solange es die Fähigkeit der Kundinnen und Kunden, gute Kaufentscheidungen zu treffen, nicht beeinträchtigt (laut den Metadaten-Richtlinien), und dein bürgerlicher Name bleibt für Zahlungs- und Steuerzwecke bei KDP registriert.

Kann ich mehr als ein Pseudonym in einem Amazon-KDP-Konto verwenden?

Ja. Das Autorenfeld wird für jedes Buch festgelegt, ein Konto kann also Bücher unter verschiedenen Autorennamen führen, und nichts auf den KDP-Hilfeseiten bindet ein Konto an einen einzigen Namen. Die KDP-Bedingungen besagen, dass du jeweils nur ein Konto unterhalten darfst, also eröffne kein zweites Konto für ein zweites Pseudonym.

Kann ich ein Buch unter einem Pseudonym urheberrechtlich schützen?

Ja. Das Urheberrecht entsteht, wenn du das Werk schaffst, und du kannst es unter einem Pseudonym registrieren, indem du das Kästchen „Pseudonymous“ ankreuzt. Die Schutzdauer kann abweichen, wie oben beschrieben. Registrierungseinträge sind öffentlich.

Werde ich unter meinem Pseudonym oder meinem echten Namen bezahlt?

Unter deinem echten Namen. KDP stellt Zahlungen und Steuerformulare unter dem bürgerlichen Namen in deinen Kontodaten aus. Das Pseudonym ist nur die Verfasserangabe auf dem Buch.

Kann mein Pseudonym der Name einer Marke oder einer berühmten Person sein?

Das solltest du nicht. KDP erlaubt ein Pseudonym nur, wenn es die Fähigkeit der Kundinnen und Kunden, gute Kaufentscheidungen zu treffen, nicht beeinträchtigt, und ein Name, der mit einer berühmten Autorin, einer bekannten Person oder einem Unternehmen übereinstimmt, kann Käufer irreführen. Die für diesen Leitfaden geprüften KDP-Hilfeseiten nennen keine ausdrückliche Markennamen-Regel, aber ein solcher Name wirft auch markenrechtliche Fragen auf. Wähle einen originellen Namen und führe zuerst eine USPTO-Markensuche durch.

Kann ich meinen echten Namen später offenlegen?

Ja, mit Einschränkungen. Viele Autorinnen und Autoren tun das, so wie Stephen King 1985. 2013 kam J.K. Rowlings Name durch einen Zeitungsbericht ans Licht, und sie bestätigte ihn anschließend. KDP sagt, das Feld für den Hauptautor kann nach der Veröffentlichung eines Buchs nicht geändert werden, sodass die alten Einträge das Pseudonym behalten. Deinen echten Namen auf dem Werk anzugeben, beendet zudem den pseudonymen Status.

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Sobald der Name steht, ist das Buch selbst die nächste Aufgabe. Der Bookeen AI Online-Buchgenerator hilft dir, aus einer Idee ein vollständiges Manuskript zu machen und Dateien wie EPUB, PDF und DOCX samt Cover zu exportieren, und du wählst den Autorennamen, der darauf steht. Die Dateien lädst du anschließend selbst bei KDP hoch, da Bookeen nicht für dich veröffentlicht. Registriere dich bei Bookeen, um dein erstes Buch zu beginnen.

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